Schluessel
10. September 2020
Steuerlicher Leitfaden für Influencer

Vermieter, die Einnahmen aus der Vermietung von Wohnraum an Feriengäste erzielen, diesen aber nicht beim Finanzamt anzeigen, können zukünftig einfacher identifiziert werden. In einem mehrere Jahre andauernden Verfahren wurde nun erreicht, dass Daten von Vermietern zu steuerlichen Kontrollzwecken übermittelt werden.

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Influencer
09. September 2020
Steuerlicher Leitfaden für Influencer

Eine Social-Media-Strategie ist für viele Unternehmen jedweder Betriebsgröße mittlerweile fester Bestandteil der Werbemaßnahmen. Ein Teil des Online-Marketings erfolgt heutzutage über sog. Influencer. Das Bundesministerium der Finanzen hat einen Leitfaden speziell für Influencer herausgegeben, der ihnen ihre möglichen steuerlichen Verpflichtungen aufzeigt.

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Richterhammer
31. August 2020
Werbungkostenabzug für Promotionsvermittlung nicht zulässig

Ist die Erlangung eines ausländischen universitären Titels ausschließlich beruflich veranlasst und dienen die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen objektiv dazu, das berufliche Fortkommen zu begünstigen, können sie als Werbungskosten geltend gemacht werden. Aufwendungen, die für die Promotionsvermittlung anfallen, sind nach einer Entscheidung des Finanzgerichts München (FG) vom 17.4.2020 hingegen nicht steuerlich abziehbar.

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Akten
25. August 2020
„Angestellte“ Steuerberaterin selbstständig tätig

Die allgemeinen Abgrenzungsmaßstäbe gelten auch für die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung der Tätigkeit als Steuerberater, unbeschadet dessen, dass der Steuerberater ein unabhängiges Organ der Steuerrechtspflege und Angehöriger eines freien Berufs ist.

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Boerse
18. August 2020
Aktienübertrag in Betriebsvermögen kein steuerpflichtiger Vorgang

Bei der Veräußerung von Aktien entstehen steuerpflichtige Einkünfte aus Kapitalvermögen. Bei Einführung dieser Regelung wurde eine Übergangsvorschrift geschaffen, welche festlegt, dass der Erwerb der veräußerten Aktien dafür nach dem 31.12.2008 erfolgt sein muss. Wurden also Aktien vor Inkrafttreten der Regelungen zur Abgeltungsteuer gekauft, ist ein Veräußerungsgewinn deshalb gemäß der gesetzlichen Übergangsregelung nicht steuerbar.

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Verlängert
14. August 2020
Antragsfrist für die Corona-Überbrückungshilfe verlängert

Nach dem „Lockdown“, bei dem viele Unternehmer ihre Geschäfte wegen gesundheitspolitisch notwendiger Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie schließen oder stark einschränken mussten, unterstützte die Bundesregierung diese mit der sog. „Soforthilfe“ und speziellen KfW-Krediten. Danach folgte mit dem Corona-Konjunktur-Programm eine sog. „Überbrückungshilfe“ für Umsatzausfälle bei kleinen und mittleren Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten.

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Stempel
Büroartickel
14. August 2020
Gewerbesteuerfreibetrag bei einheitlichen Betrieben

Beim Vorliegen eines Gewerbebetriebs wird bei der Steuerfestsetzung von dem erzielten Gewinn ein Freibetrag von 24.500 € abgezogen. Auf den Gewinn, der danach noch übrigbleibt, wird ein entsprechender Gewerbesteuermessbetrag festgesetzt, welcher maßgebend für die zu zahlende Gewerbesteuer ist. Der Freibetrag gilt für jeden einheitlichen Gewerbebetrieb.

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Briefkasten
27. Juli 2020
Anschrift sowie Identität von Rechnungsaussteller und Leistungserbringer

In Änderung seiner Rechtsprechung entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in zwei Urteilen, dass eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung nicht voraussetzt, dass die wirtschaftliche Tätigkeit des leistenden Unternehmers unter der Anschrift ausgeübt wird, die in der von ihm ausgestellten Rechnung angegeben ist. Vielmehr reicht jede Art von Anschrift - also auch eine Briefkastenanschrift – aus, sofern der Unternehmer unter dieser Anschrift erreichbar ist.

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Bundesfinanzhof
22. Juli 2020
Schwarzarbeit: Berücksichtigung von Urkunden vor Gericht trotz geltendem Auskunftsverweigerungsrecht

Grundsätzlich ist jeder Steuerpflichtige dazu verpflichtet, dem Finanzamt alle notwendigen Angaben über einen bestimmten Sachverhalt zu machen, sofern dieser für die rechtmäßige Besteuerung notwendig ist. Zudem kann das Finanzamt sich neben diesen Angaben noch Beweismittel vorzeigen lassen, wie Urkunden, oder andere Personen hinzuziehen, sollte dies erforderlich zur Aufklärung des Sachverhaltes sein.

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Ausrufezeichen
21. Juli 2020
Betrug in der Corona-Krise

Es war nur eine Frage der Zeit, bis skrupellose Betrüger die Angst vieler Verbraucher in der Corona-Krise ausnutzen, um mit zahlreichen Betrugsmaschen und kriminellen Geschäftspraktiken das schnelle Geld zu verdienen.

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Schultafel
Finanzspritze
Anwendung der Kleinunternehmerregelung bei Rechtsnachfolge
04. Juni 2020
Anwendung der Kleinunternehmerregelung bei Rechtsnachfolge

Für Unternehmer besteht die Möglichkeit die sog „Kleinunternehmerregelung“ anzuwenden, wenn ihre getätigten Umsätze bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Umsatzsteuer fällt somit nicht an, wenn die getätigten Bruttoumsätze im Kalenderjahr 22.000 € (vormals 17.500 €) und im folgenden Jahr 50.000 € vermutlich nicht übersteigen werden. Nicht mit einbezogen in diese Berechnungen werden steuerfreie Umsätze. Das Finanzgericht Münster (FG) hatte in einem Fall darüber zu entscheiden, ob ein Steuerpflichtiger als Rechtsnachfolger Kleinunternehmer sein darf oder nicht.

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Keine Berichtigung des bestandskräftigen Einkommensteuerbescheids
04. Juni 2020
Wenn das Finanzamt Fehler macht: Keine Berichtigung des bestandskräftigen Einkommensteuerbescheids

Mit Urteil vom 14.2.2020 entschied der Bundesfinanzhof (BFH), dass ein bestandskräftiger Steuerbescheid vom Finanzamt (FA) nicht mehr nachträglich berichtigt werden darf, wenn die fehlende Erfassung der vom Steuerpflichtigen ordnungsgemäß erklärten Einkünfte trotz ergangener Prüf- und Risikohinweise im Rahmen eines Risikomanagementsystems nicht auf einem bloßen „mechanischen Versehen“ beruht.

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Ermessensausübung bei Verspätungszuschlägen im Klageverfahren
04. Juni 2020
Ermessensausübung bei Verspätungszuschlägen im Klageverfahren

Reichen die Steuerpflichtigen bzw. deren Berater die Einkommensteuererklärung erst nach Ablauf der gesetzlichen Abgabefristen ein, so steht es im Ermessen des Finanzamtes einen Verspätungszuschlag festzusetzen. Seit dem Veranlagungszeitraum 2018 kann das Finanzamt nur noch Ermessen darüber ausüben, ob ein Verspätungszuschlag festgesetzt werden soll oder nicht. Über die Höhe, welche dieser betragen soll, kann keine Entscheidung getroffen werden, da die Höhe nur noch maschinell festgesetzt wird.

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Gewerbliche Einkünfte bei externen Datenschutzbeauftragten
07. Mai 2020
Gewerbliche Einkünfte bei externen Datenschutzbeauftragten

Beginnt ein Steuerpflichtiger eine unternehmerische Tätigkeit, so ist zu bestimmen, ob dabei Einkünfte aus selbstständiger oder gewerblicher Arbeit vorliegen. Dafür ist zunächst zu überprüfen, ob ein Katalogberuf oder eine Art der Tätigkeit aus der Auflistung der gesetzlichen Vorgaben zur Selbstständigkeit einschlägig ist. Ist das nicht der Fall, ist grundsätzlich von einem Gewerbebetrieb auszugehen. Übt der Steuerpflichtige nebeneinander mehrere unternehmerische Tätigkeiten aus, kann auch eine gewerbliche Prägung oder Abfärbung vorliegen, wodurch alle Einkünfte zu Einkünften aus Gewerbebetrieb umqualifiziert werden müssen und zudem Gewerbesteuer zu zahlen ist.

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Sofortprogramm zur Förderung unternehmerischen Know-hows
07. Mai 2020
Sofortprogramm zur Förderung unternehmerischen Know-hows

Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Rahmenrichtlinie zur "Förderung unternehmerischen Know-hows" um ein Modul für von der Corona-Krise betroffene kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Freiberuflern - zunächst bis 31.12.2020 - im Sinne eines Sofortprogramms ergänzt.

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Wahlkampfkosten steuerlich nicht abziehbar
23. April 2020
Wahlkampfkosten steuerlich nicht abziehbar

Wahlkampfkosten zur Erlangung eines Mandats im Bundestag, im Europäischen Parlament oder im Parlament eines Landes können nicht individuell abgezogen und als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. In einem Urteil vom 10.12.2019 bekräftigte der Bundesfinanzhof das gesetzliche Abzugsverbot im Einkommensteuergesetz (§ 22 Nr. 4 Satz 3 EStG). Hiernach dürfen Wahlkampfkosten nicht individuell steuerlich begünstigt werden. Stattdessen kommt Parteien eine steuerfreie pauschale Wahlkampfkostenerstattung zu, wenn diese bei einer Wahl einen bestimmten Stimmenanteil erreichen. Die Kostenerstattung kommt allen Kandidaten zu Gute, die ein Mandat erlangen möchten. Das Urteil gilt unabhängig von Erfolg oder Misserfolg einer Kandidatur.

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Berichtigung des Einkommensteuerbescheids bei Erklärung eines Veräußerungsgewinns
17. April 2020
Berichtigung des Einkommensteuerbescheids bei Erklärung eines Veräußerungsgewinns

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 10.12.2019 kann ein bestandskräftiger Steuerbescheid nicht mehr vom Finanzamt(FA) berichtigt werden, wenn die fehlerhafte Festsetzung eines vom Steuerpflichtigen ordnungsgemäß erklärten Veräußerungsgewinns i.S. des § 17 EStG trotz eines vom FA praktizierten „6-Augen-Prinzips“ nicht auf einem bloßen „mechanischen Versehen“ beruht.

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Britische WP nach Brexit weiterhin EU-Abschlussprüfer?
Beginn der Festsetzungsfrist bei Abgabe der Steuererklärung beim unzuständigen Finanzamt
17. April 2020
Beginn der Festsetzungsfrist bei Abgabe der Steuererklärung beim unzuständigen Finanzamt

Die Abgabe einer wirksamen Einkommensteuererklärung beim lediglich für die gesonderte Feststellung zuständigen Finanzamt bewirkt gleichwohl die Beendigung der Anlaufhemmung nach § 170 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 AO, wenn diese vom Finanzamt nach den Gesamtumständen als Einkommensteuererklärung hätte verstanden werden müssen und die Finanzbehörde dadurch in die Lage versetzt worden ist, das Einkommensteuer-Veranlagungsverfahren ordnungsgemäß einzuleiten.

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Prozesskosten zur Erlangung nachehelichen Unterhalts als Werbungskosten abzugsfähig?
Prozesskosten zur Erlangung nachehelichen Unterhalts als Werbungskosten abzugsfähig?
Vorsteuerabzug aus Rechnungen eines in einen Umsatzsteuerbetrug eingebundenen Lieferanten
17. April 2020
Vorsteuerabzug aus Rechnungen eines in einen Umsatzsteuerbetrug eingebundenen Lieferanten

Das Finanzgericht Niedersachsen stellt in seiner Entscheidung vom 20.5.2019 fest, dass in der Regel derjenige als leistender Unternehmer i. S. v. § 2 Abs. 1 UStG anzusehen ist, der die Lieferung oder sonstige Leistung im eigenen Namen gegenüber einem anderen selbst oder durch einen Beauftragten ausführt. Dass Geschäftsführer einer Gesellschaft im Innenverhältnis zu einem Hintermann keine Entscheidungsbefugnis haben, ist kein Grund, dieser Gesellschaft die Unternehmereigenschaft abzusprechen.

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