Britische WP nach Brexit weiterhin EU-Abschlussprüfer?
17. April 2020

Britische WP nach Brexit weiterhin EU-Abschlussprüfer?

Seit dem 1.2.2020 ist das Vereinigte Königreich nicht mehr Mitglied der Europäischen Union (EU). Nach Informationen der Wirtschaftsprüferkammer (WpK) vom 17.2.2020 gelten jedoch Britische Abschlussprüfer bis zum 31.12.2020 als EU-Abschlussprüfer.

Dazu führt die WPK aus: „Im europäischen Recht, insbesondere der Abschlussprüferrichtlinie und der Abschussprüferverordnung, im deutschen Recht, etwa der Wirtschaftsprüferordnung, und in untergesetzlichen Regelwerken, etwa Standards, wird vielfach zwischen EU-Abschlussprüfern und ausländischen Prüfern – zum Beispiel Drittstaatsprüfern – unterschieden.

Der Status britischer Prüfer nach dem Brexit ist folgendermaßen herzuleiten: Wegen der unabsehbaren Folgen des EU-Austritts haben die Europäische Union und das Vereinigte Königreich im Abkommen über den Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union und der Europäischen Atomgemeinschaft vereinbart, dass, sofern in diesem Abkommen nichts anderes bestimmt ist, Unionsrecht während des Übergangszeitraums für das Vereinigte Königreich sowie im Vereinigten Königreich gilt während des Übergangszeitraums alle Bezugnahmen auf Mitgliedstaaten in dem nach Absatz 1 geltenden Unionsrecht, einschließlich der Durchführung und Anwendung durch die Mitgliedstaaten, das Vereinigte Königreich einschließen (Art. 127 Abs. 6). Für Abschlussprüfer trifft das Abkommen keine abweichenden Bestimmungen. Quelle: WPK, PM v. 17.2.2020 (Z20200401)

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